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Myrtus Communis Tarentina – Tarentina Myrte

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Myrtus Communis Tarentina Jungpflanzen, 1 Stamm, 20 – 30 cm

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Artikelnummer: MCT Kategorie:

Beschreibung

Myrtus communis ‘ Tarentina ‘ ist eine kompakte und elegante Sorte der Gemeinen Myrte, die aufgrund ihres feinen Laubs, ihrer dichten Verzweigung und ihres anmutigen mediterranen Charakters in der Bonsai-Gestaltung sehr geschätzt wird. Die im Mittelmeerraum beheimatete Myrtus communis blickt auf eine lange kulturelle Geschichte zurück, die mit Symbolik, Duft und ihrer Verwendung als Zierpflanze verbunden ist. Die Sorte ‘ Tarentina ‘, die vermutlich aus Süditalien stammt, eignet sich aufgrund ihrer von Natur aus kleinen Blätter und ihres kompakten Wuchses besonders gut für Bonsai, da sie die Gestaltung überzeugender Miniaturbäume erleichtert.

Als Bonsai bietet Myrtus communis ‘ Tarentina ‘ ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Zartheit und Struktur. Die Blätter sind klein, schmal und glänzend, typischerweise von einem satten Dunkelgrün. Zerreibt verströmen sie einen dezenten, aromatischen Duft, der auf den Gehalt an ätherischen Ölen in der Pflanze hinweist. Dieses feine Laub ermöglicht eine hervorragende Proportionierung im Bonsai-Design und erlaubt die Gestaltung kompakter Kronen, die selbst bei kleineren Bäumen harmonisch wirken. Im Vergleich zur Standardart bildet ‘ Tarentina ‘ kürzere Internodien aus, was zu einer dichteren Verzweigung beiträgt und den Bedarf an ständigem Rückschnitt reduziert.

Der Stamm dieser Sorte entwickelt sich langsam, aber stetig. Bei jungen Pflanzen ist er glatt und hellgrau, mit zunehmendem Alter wird er allmählich strukturierter. Obwohl er nicht die raue Rinde von Arten wie Kiefer oder Wacholder ausbildet, vermittelt er durch seine sanfte Verjüngung und Verzweigungsstruktur dennoch Reife. Mit der Zeit und sorgfältiger Pflege kann ein Stamm mit subtiler Bewegung entstehen, der dem Bonsai ein natürliches und harmonisches Aussehen verleiht. Der Gesamteindruck ist eher elegant als robust, wodurch er sich besonders für klassische oder formale Bonsai-Stile eignet.

Die Verzweigung ist eine der Stärken von Myrtus communis ‘ Tarentina ‘. Sie verträgt den Rückschnitt gut und bildet an den Schnittstellen zahlreiche neue Triebe. Dadurch kann der Gärtner ein dichtes Netz feiner Äste aufbauen, das für die Bildung schichtartiger Laubpolster unerlässlich ist. Bei regelmäßiger Pflege wird die Krone kompakt und klar definiert, wodurch die Illusion eines ausgewachsenen Baumes im Miniaturformat verstärkt wird. Dank ihres von Natur aus buschigen Wuchses lässt sich die gewünschte Fülle ohne übermäßigen Eingriff erreichen.

Ein weiteres attraktives Merkmal dieser Art ist ihr saisonaler Reiz. Im späten Frühling bis Sommer bildet die Pflanze kleine weiße Blüten mit auffälligen Staubgefäßen. Diese Blüten sind zart und dennoch eindrucksvoll und bilden einen sanften Kontrast zum dunkelgrünen Laub. Nach der Blüte können sich kleine, runde Beeren entwickeln, die sich mit zunehmender Reife von Grün zu Dunkelviolett oder Schwarz verfärben. Obwohl sie aufgrund des häufigen Rückschnitts nicht immer bei Bonsai-Exemplaren vorhanden sind, lassen sich sowohl Blüten als auch Früchte durch geschicktes Timing und reduzierten Rückschnitt während der Blütezeit fördern.

Die Kultivierung von Myrtus communis ‘ Tarentina ‘ als Bonsai erfordert die Berücksichtigung ihrer mediterranen Herkunft. Sie gedeiht am besten bei hellem Licht und bevorzugt, wenn möglich, volle Sonne. Ausreichend Sonnenlicht fördert kompaktes Wachstum, kräftige Verzweigung und eine gesunde Blattfarbe. Bei weniger Licht kann die Pflanze vergeilt werden, mit längeren Internodien und einer schwächeren Struktur. Für die Zimmerkultur ist es daher oft notwendig, den Baum in der Nähe eines hellen Fensters zu platzieren oder zusätzlich Pflanzenlampen zu verwenden.

Die Bewässerung sollte regelmäßig, aber bedarfsgerecht erfolgen. Im Gegensatz zu Sukkulenten bevorzugt die Myrte gleichmäßig feuchte Erde, verträgt aber keine Staunässe. Die Erde sollte zwischen den Wassergaben leicht antrocknen , damit die Wurzeln ausreichend Feuchtigkeit und Sauerstoff erhalten. Bei heißem Wetter kann häufigeres Gießen erforderlich sein, während in kühleren Monaten weniger gegossen werden kann. Dieses Gleichgewicht ist entscheidend, um Stress und Wurzelschäden vorzubeugen.

Eine gut durchlässige Bonsai-Erde ist unerlässlich. Eine Mischung aus Akadama , Bimsstein und Lavagestein eignet sich gut, da sie sowohl Feuchtigkeit speichert als auch für Belüftung sorgt. Organische Bestandteile können in geringen Mengen hinzugefügt werden, um die Nährstoffverfügbarkeit zu verbessern, die Gesamtstruktur der Erde sollte jedoch primär auf gute Drainage ausgelegt sein. Jüngere Bäume werden in der Regel alle zwei bis drei Jahre umgetopft, ältere Exemplare seltener. Beim Umtopfen können die Wurzeln beschnitten werden, um ein kompaktes System zu erhalten und die Entwicklung eines guten Nebari (Oberflächenwurzelansatzes) zu fördern.

Der Rückschnitt ist für die Formgebung dieses Bonsai unerlässlich. Regelmäßiges Stutzen neuer Triebe fördert die Verzweigung und trägt zur Erhaltung der gewünschten Silhouette bei. Die Schnitte erfolgen üblicherweise knapp über einem Blattpaar, wodurch die Pflanze zum Neuaustrieb an dieser Stelle angeregt wird. Da die Pflanze kräftig reagiert, lässt sich die Struktur im Vergleich zu langsamer wachsenden Arten relativ schnell verfeinern. Allerdings sollte man während der Blütezeit nicht zu stark zurückschneiden, da dies die Blütenbildung beeinträchtigen kann.

Drahten kann zur Steuerung der Aststellung eingesetzt werden, insbesondere in der frühen Entwicklungsphase. Junge Äste sind flexibel und reagieren gut auf sanftes Formen. Mit zunehmendem Alter werden sie steifer, und Korrekturen müssen vorsichtig vorgenommen werden, um ein Abbrechen zu vermeiden. In vielen Fällen reichen Schnitt- und Wachstumstechniken aus, um eine natürliche Wuchsform ohne aufwendiges Drahten zu erzielen.

Düngung fördert gesundes Wachstum und üppige Blüten. Während der Wachstumsperiode sorgt ein regelmäßiger, ausgewogener Dünger für eine kräftige Entwicklung. Organische Dünger werden aufgrund ihrer langsamen Nährstofffreisetzung und ihrer positiven Wirkung auf die Bodengesundheit oft bevorzugt. Im Herbst und Winter, wenn das Wachstum nachlässt, kann die Düngung reduziert werden.

Myrtus communis ‘ Tarentina ‘ ist im Allgemeinen robust, kann aber gelegentlich von Schädlingen wie Blattläusen oder Schildläusen befallen werden, insbesondere in Innenräumen. Regelmäßige Kontrollen und rechtzeitige Behandlungen tragen zur Erhaltung der Pflanzengesundheit bei. Gute Luftzirkulation und sachgemäße Bewässerung verringern zudem das Risiko von Pilzbefall.

Stilistisch eignet sich diese Art hervorragend für informelle, aufrechte, besenförmige und mehrstämmige Bonsai-Gestaltungen. Ihre feine Verzweigung und das dichte Laub machen sie ideal für kleinere Bonsai, einschließlich Shohin -Größen. Die Gesamtästhetik tendiert eher zu Eleganz und Ausgewogenheit als zu robuster Dramatik und ist daher bei Bonsai-Liebhabern, die Subtilität im Design schätzen, sehr beliebt.

Ein gut gepflegter Myrtus communis ‘ Tarentina’ -Bonsai entwickelt mit der Zeit eine anmutige Ausstrahlung. Seine dichte Krone, die zarten Blüten und die elegante Struktur vereinen sich zu einem Baum, der die ruhige und zeitlose Schönheit mediterraner Landschaften widerspiegelt. Auch wenn er nicht die markanten Merkmale mancher anderer Bonsai-Arten aufweist, besticht er durch eine stille Eleganz, die sorgfältige Pflege und langfristige Hingabe belohnt.

Wissenschaftlicher Name: Myrtus Communis Tarentina
Gebräuchlicher Name: Gemeine Myrthe
Ursprung: Spanien
Pflanzen Größe: 20 – 30 cm
Alter: 2 – 3 Jahre
Lieferform: Topf 9 x 9 x 10 cm

 

Zusätzliche Information

Gewicht 0,3 kg
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